Manchmal ergibt sich eine Gelegenheit, die so ungewöhnlich ist, dass man sie einfach nicht ausschlagen kann. Genau so war meine Teilnahme an der Unterhaltungssendung Inkognito auf TV Prima. Wenn Sie dieses Format kennen, wissen Sie, dass es sich um eine Show handelt, in der prominente Persönlichkeiten erraten müssen, womit sich die „geheimen Gäste“ beruflich beschäftigen. Und diesmal sollte auch ich erraten werden.
Das Panel – bestehend aus Jakub Prachař, Ondřej Gregor Brzobohatý, Petra Nesvačilová und Richard Genzer – bekam zu Beginn nur einen einzigen Hinweis:
„Alles in der Luft.“
Eine ziemlich poetische und zugleich sehr offene Umschreibung, die – wie sich zeigte – in die unterschiedlichsten Richtungen führen konnte.
Und sie gaben sich wirklich Mühe! Die Fragen kamen aus allen Richtungen, manche Ideen waren überraschend nah dran, andere völlig daneben (was aber genau das war, was die ganze Situation so unterhaltsam machte). Obwohl ich versuchte, ehrlich zu antworten, ohne zu viel preiszugeben, gelang es ihnen am Ende nicht, meinen tatsächlichen Beruf zu erraten.
Und was mache ich eigentlich? Ich bin Musiker und spiele Panflöte – ein ungewöhnliches, wunderschönes Instrument mit einem unverwechselbaren Klang, der einen in Gedanken in die Berge, in die Natur oder … zu einem einsamen Hirten versetzt. Genau das Stück „Das Lied des einsamen Hirten“, wohl die bekannteste Melodie, die je für dieses Instrument geschrieben wurde, durfte ich am Ende der Sendung direkt im Studio spielen. Und ich muss sagen: Etwas so Emotionales vor Kameras und Live-Publikum zu spielen, noch dazu nach dem spannenden Raten, war ein Erlebnis, das mir lange in Erinnerung bleiben wird.
Durch die gesamte Sendung führte wie immer der großartige Libor Bouček, der die Stimmung humorvoll und gleichzeitig respektvoll gegenüber allen Beteiligten hielt. Das gesamte Team schuf außerdem eine angenehme Atmosphäre, sodass ich mich trotz Fernsehproduktion eher wie bei einem freundschaftlichen Treffen als bei einem „strengen“ Auftritt fühlte.
Auch wenn die Panelisten meinen Beruf nicht errieten, habe ich viele wunderbare Momente, ehrliches Lachen und die Möglichkeit mitgenommen, die Panflöte einem breiteren Publikum vorzustellen. Und genau darum geht es doch – den Menschen etwas Schönes zu zeigen, auch wenn es ein wenig ungewöhnlich ist. Ganz gleich, ob sie richtig raten oder nicht.
Vielen Dank an die Sendung Inkognito für die Einladung, an die Zuschauer für ihre Aufmerksamkeit und an Sie, liebe Leserinnen und Leser, dafür, dass Sie bis hierher gelesen haben. Falls Sie die Episode verpasst haben, schauen Sie sie sich unbedingt in der Mediathek an – und überlegen Sie selbst, ob Sie mit dem Hinweis „alles in der Luft“ auf die Panflöte gekommen wären.